Ho´o pono pono

Hawaiiaisches Ritual zur Konfliktlösung, Aussöhnung und Vergebung

Ho´o pono pono öffnet den Raum Konflikte anzuschauen und beizulegen

ab 1 Stunde 95 €


Über Ho´o pono pono

Ho´o pono pono kommt ursprünglich aus Hawaii und wird auf den dortigen Inseln wohl seit tausenden von Jahren praktiziert. In Familien und Gemeinschaften gehört(e) es zu einer Art Alltagsritual, um am Ende des Tages Unstimmigkeiten und Streitigkeiten beizulegen.

 

Für gewichtigere Angelegenheiten wurden die Hüterinnen und Hüter alten spirituellen Heilwissens, die Kahunas zu Rate gezogen, um für die Beteiligten an Konflikten und auch größeren Vergehen ein Ritual durchzuführen.


Die Hawaiianische Älteste Morrnah Simeona (1913–1992) passte das Ritual in den 70er Jahren so an, dass es sich zum Selbststudium eignete ("Self Identity through Hoʻoponopono"). Weltweite Bekanntheit erlangte die Methode damals durch die Kurse und Seminare ihres Schülers Dr. Ihaleakala Hew Len in den USA, Europa und Asien.

Er sprach sogar vor den Vereinten Nationen (UN) und der UNESCO über die Möglichkeit zu mehr innerem Frieden und kollektiver Heilung dank der Prinzipien von Ho´o pono pono.


Mittlerweile gibt es in vielen Ländern sowie auch im deutschsprachigen Raum eine Vielzahl von Publikationen und Anwendungsbereiche, die je nach Kontext, Land und Beteiligten vermutlich ihre eigene Ausprägung haben, aber verbunden sind  durch den tiefen Wuschen nach Frieden und Heilung auf individueller und gesellschaftlicher Ebene.


Ich habe das Ho´o pono pono Ritual über die Jahre zu vielen verschiedenen Konfliktbereichen angewandt und es künstlerisch in ein rundes Ritualtuch umgesetzt, so dass es in der Praxis für die Einzelarbeit gute Dienste leistet.


Das Tuch unterstützt den rituellen Kontext, wirkt heilsam und tragend.  Es ist meine eigene Kreation, die inspiriert ist von Hawaii, so dort aber nicht existiert.  Wie die Pflanzen, die über die Jahrhunderte mit den Menschen auf die Insel wanderten und mittlerweile die klassischen Hawaii-Hemden und auch das Ritualtuch zieren, wanderte auch das Ritual weiter.


Vorgehensweisen

Am Anfang einer Sitzung ist immer Raum zum Erzählen und Klarheit zu bekommen, um was es genau geht, was es braucht und was der Wunsch für das Ho ´o pono pono ist.


Im Anschluss werden alle Beteiligten mittels eines Platzhalters, z.B eines Steines auf das erste Feld des Tuches gelegt. Es folgt die Bitte an die Spirits des Rituals, alle helfenden Wesenheiten und Kräfte, die Ahninnen und Ahnen das Ho o pono pono zu begleiten und das Bestmögliche für alle zu bewirken.


Im zweiten Feld besteht die Möglichkeit, 

alles Fakten, Gefühle, Emotionen und weitreichenden Auswirkungen laut oder leise auszusprechen und dafür eine Muschel abzulegen. Es ist ein wichtiger Schritt all das in die Sichtbarkeit zu bringen, sich zu gegenwärtigen, zu bezeugen und zu würdigen.

Symbolisch bekommen auch die weiteren Beteiligten Raum ihre Sicht der Dinge darzulegen und gehört zu werden.


Das dritte Feld ist der Ort des Lösens, des Loslassens, der Bitte, dass das Geschehene aus dem Energiefeld gehen möge. Es kann auch die Bitte darum sein, dass Vergebung, Verzeihen oder Aussöhnung möglich werden, vielleicht jetzt oder zu einem späteren Zeitpunkt.

Es ist wichtig zu respektieren, dass dies nicht immer gleich und umfassend für den inneren Zustand passend ist und vorsichtig mit den Worten umzugehen.

Symbolisch werden die Muscheln aus Feld zwei in eine Wasserschale gegeben, begleitet von unterstützenden Worten.


Im vierten Feld wird alles wie in einen großen Kessel gerührt und der geistigen Welt übergeben. Es folgt ein großer Dank an alle Beteiligten und alle Kräfte, die mitgeholfen haben, ein Stück Frieden und Harmonie herzustellen. Echte Versöhnung oder Aussöhnung von Herzen ist möglich, oft geht es aber einfach darum etwas Altes beizulegen oder ad acta zu legen. Es kann, muss aber nicht notwendiger Weise gelebte Harmonie zwischen Konfliktparteien hergestellt werden.


Am Ende macht sich oft spürbare Erleichterung breit. Manchmal gibt es noch Hinweise und Ideen, wie der Prozess gut integriert werden kann und welche Schritte im Alltag notwendig sind, damit sich Neues entfalten kann.


Wirkung

Hoʻo bedeutet „bewirken“ und "machen", pono steht für „Harmonie“ und „Gleichgewicht“ sowie auch für "richtig" und "gut". Die Verdopplung des Wortes pono weist auf die tragfähige Harmonie hin, die durch Ho ´o pono pono bewirkt werden kann.


Das Ritual kann das Zusammenleben mit Menschen des eignen engeren Umfeldes in Familie, Arbeit, Beruf verbessern, mit denen es Konflikte gibt / gab und mit denen man weiterhin zu tun haben wird.


Alte Verletzungen und Wunden können heilen, in dem sie angeschaut, gewürdigt und bezeugt werden. Oft ist es hilfreich sich des Ausmaßes bewusst zu werden und die Verursacher oder Täter*innen aufzustellen. Manchmal ist es ein schmerzhafter Prozess, sich einzugestehen, dass man seelischen, emotionalen oder körperlichen Schaden genommen hat. Ein wichtiger Satz innerhalb des Ho´ o pono pono kann lauten "Ich verzeihe mir selbst, dass ich Opfer geworden bin."


Ein Ho´o pono pono  bedeutet auch Verantwortung zu übernehmen für das, was geschehen ist, sich anzuerkennen als Teil des Problems. ( NIcht zu verwechseln mit Täter-Opfer-Umkehr!)

Gleichzeitig ist es ein klares Benennen von Vergehen, Schuld oder Regelverletzungen.


Manches ist wichtig im persönlichen Gespräch, in einer Mediation oder vor Gericht auszutragen. Auch hier kann ein Ho´o pono pono begleitend und klärend wirken, nicht aber die notwendigen Schritte auf zwischenmenschlicher oder auch auf zivil- oder straftrechtlicher Ebene ersetzen.


Dadurch, dass energetische Verbindungen und Verstrickungen (auf hawaiianisch: aka) gelöst werden , kann das Leben wieder in den Fluss kommen. Streitigkeiten binden oft viel Aufmerksamkeit und Energie, die danach wieder für mehr Kreativität, Lebensfreude und schöne Begegnungen zur Verfügung steht.


Die eigene Auseinandersetzung was "Verzeihen" überhaupt bedeutet oder ob es überhaupt stimmig ist, kann ebenfalls ein interessanter Prozess sein. Manchmal mag ein beherztes "Go to hell" einfach ehrlicher für den Moment sein, als ein scheinheiliges "Es ist alles wieder gut".


Oft wird zumindest innerlich vom Gegenüber eine Art Anerkennung oder Wiedergutmachung gefordert, die in der Realität möglicherweise ausbleibt.  Dann kann es nötig, sich selbst wieder ins Gleichgewicht zu bringen, z.B. in dem man sich selbst symbolisch etwas Gutes tut, dadurch einen gewissen Ausgleich schafft und den alten Schmerz wandelt.